Drafts by Marios Chrissou
Zur Bestimmung einer sinnvollen Progression für die Entwicklung der phraseologischen Kompetenz im DaF-Unterricht. In: Mückel, W. (Hrsg.): Didaktische Perspektiven der Phraseologie in der Gegenwart. Berlin: de Gruyter Verlag, 185-200

Eine wesentliche Zielsetzung des Lehrens von Fremdsprachen ist die Förderung der fremdsprachliche... more Eine wesentliche Zielsetzung des Lehrens von Fremdsprachen ist die Förderung der fremdsprachlichen Phraseologie, d.h. das Erlernen fester Wendungen. Der phraseodidaktische Dreischritt von Peter Kühn gilt seit seiner Veröffentlichung vor dreißig Jahren als eine der wichtigsten didaktischen Grundlagen für das Lehren und Lernen von Phraseologie. Mit diesem Ausgangspunkt befassen wir uns im ersten Teil unseres Beitrags mit den phraseodidaktischen Grundlagen der Vermittlung von Phraseologie. Zuerst gehen wir der Frage nach, welche Potenziale – aber auch Begrenzungen – eine Schritt- oder Phasenmodellierung des Lernens von Phraseologie bietet und werfen zusätzlich einen Blick auf die Möglichkeiten anderer wortschatzdidaktischer Zugriffe, die wir als eine grundlegende Voraussetzung einer theoretisch-methodischen Verankerung der Phraseodidaktik betrachten. Eine solche Verankerung ist unabdingbar für die sprachdidaktische Umsetzung von Ergebnissen aus der Phraseologieforschung, darunter aus korpuslinguistischen oder kontrastiven Untersuchungen. Im zweiten Teil diskutieren wir, wie ausgewählte neuere sprachdidaktische Ansätze, wie z.B. der Plurilingualismus oder das korpusbasierte und aufgabenorientierte Lernen, zur Vermittlung von Phrasemen beitragen können.
Chrissou, Marios, 2011
sinnvolle Erweiterung der Lehrwerkarbeit gut geeignet ist.
Chrissou, Marios; Speidel, Bernd, 2014

Chrissou, Marios, 2011
The present analysis is based on the hypothesis that corpus linguistic methods have a high learni... more The present analysis is based on the hypothesis that corpus linguistic methods have a high learning potential in language teaching and learning. The main goal of the present paper is to review this hypothesis by describing what concordancers are-computer based tools that can be used to search, access and analyze language from a corpus and by suggesting suitable ways of using them in the foreign language lesson. Given that language teaching methods should derive from a learning theory the paper first outlines constructivism as an influential learning theory, and its implications for the learning process. Specifically, the function of concordancers and their theoretical position in language learning are discussed, as well as the requirements that have to be met for their implementation in the classroom. As a final outcome, proposals for the instrumentalization of concordancers in the teaching practice are presented.
Chrissou, Marios; Speidel, Bernd, 2013

Chrissou, Marios, 2015
Die Forderung nach früh beginnendem Fremdsprachenlernen ist in der Fremdsprachendidaktik nicht ne... more Die Forderung nach früh beginnendem Fremdsprachenlernen ist in der Fremdsprachendidaktik nicht neu. Aus lernpsychologischer Sicht werden im frühen Spracherwerb Lernvorteile gesehen, die vorwiegend mit der qualitativen Überlegenheit des Lernprozesses in dieser Altersstufe zusammenhängen. Zudem gewinnt die Forderung nach frühem Fremdsprachenlernen vor dem Hintergrund der geforderten Mehrsprachigkeit in Europa an Aktualität. Im Zentrum des vorliegenden Beitrags stehen didaktische Eckpfeiler der Unterrichtsgestaltung, die sich aus dem 2011 verfassten Gemeinsamen Rahmencurriculum für die Fremdsprachen (Ενιαίο Πρόγραμμα Σπουδών για τις Ξένες Γλώσσες) für den besonderen Lernkontext der Primarstufe ergeben und in der fremdsprachendidaktischen Diskussion aktuell sind. Diese werden hier aufgegriffen und mit Blick auf die besonderen Lernbedürfnisse junger Lernender spezifiziert. Ziel ist dabei, den Rahmen für eine altersgerechte schülerzentrierte Unterrichtsgestaltung in der Grundschule abzustecken und didaktisch-methodische Anregungen für die Unterrichtspraxis zu geben. Dabei geht es nicht um den rein sprachlichen Lernzuwachs und das Erfüllen von Vorgaben, sondern auch-im Sinne einer umfassenden sozialen und interkulturellen Erziehung-um die Förderung der kindlichen Persönlichkeit.
Chrissou, Marios, 2006
Η αμφίδρομη διδασκαλία με την υποστήριξη του ηλεκτρονικού ταχυδρομείου (E-Mail-Tandem) ως διαδρασ... more Η αμφίδρομη διδασκαλία με την υποστήριξη του ηλεκτρονικού ταχυδρομείου (E-Mail-Tandem) ως διαδραστική μορφή εκμάθησης ξένων γλωσσών παρουσιάζει ιδιαίτερο ενδιαφέρον στο χώρο της σύγχρονης Διδακτικής. Αυτό οφείλεται στην συμβολή της στην επίτευξη βασικών στόχων της όπως η αυθεντικότητα, η αυτοδιαχείριση, η κοινωνική και διαπολιτισμική συνείδηση. To παρόν άρθρο εστιάζει στο μοντέλο της αμφίδρομης διδασκαλίας μέσω διαδικτύου. Αρχικά, αναδεικνύεται ο ρόλος του διαδικτύου στη Διδακτική ξένων γλωσσών. Ακολούθως, μελετώνται οι βασικές αρχές της αμφίδρομης διδασκαλίας, η δυναμική της και οι στόχοι της. Στην συνέχεια, εξετάζονται οι οργανωτικές δομές, οι οποίες συμβάλλουν στην υλοποίηση της αμφίδρομης διδασκαλίας. Τέλος, διερευνώνται δυνατότητες ενσωμάτωσής της στο θεσμικό πλαίσιο της διδασκαλίας ξένων γλωσσών.
Marios Chrissou, 2015
This paper examines critically the evidence resulting from the "Common European Framework of Refe... more This paper examines critically the evidence resulting from the "Common European Framework of Reference" and its reference work "Profile Deutsch" concerning the successive development of phraseological competence in German as a foreign language.
Papers by Marios Chrissou
Aktuelle Forschungsfragen und didaktische Ansätze zur Phraseodidaktik. In: Chrissou, Marios / Hallsteinsdóttir, Erla / Szczęk, Joanna / Suchorab, Krystian (Hrsg.): Phraseology im Sprachlernkontext: interdisziplinär, integrativ und interlingual. Hamburg: Kovac Verlag, 17-38.
The phraseodidactic potential of newer approaches to foreign language teaching and learning. In: Cotta Ramusino, Paola / Maiko, Tatsiana / Nikitina, Ekaterina (Hrsg.): New Trends in Applied Phraseology: Languages and Cultures in Comparison. Milano: MUP, 201-214

Ein vergessener (Wort)Schatz: Feste Wendungen in Lernmaterialien für DaF. In: Fremdsprache Deutsch 72, 37-44.
Fremdsprache Deutsch, 2025
Feste Wendungen, Einzelwörter und grammatische Elemente. Das sind die drei Arten von Wortschatze... more Feste Wendungen, Einzelwörter und grammatische Elemente. Das sind die drei Arten von Wortschatzeinheiten, die innerhalb der kommunikativen Sprachkompetenzen die lexikalische Kompetenz ausmachen (GeR, Kap. 5) und somit Gegenstand des Lernens sind. Wir setzen uns zunächst damit auseinander, wie feste Wendungen in Lernmaterialien behandelt werden, und gehen anschließend den folgenden Fragen nach: Welche Lernaktivitäten und Inhalte sind sinnvoll? Welche Rolle spielt das vorhandene Wortschatzwissen in der Erstsprache und in anderen Fremdsprachen? Mit Ausgangspunkt in den interaktiven Materialien aus dem Projekt PhraseoLab präsentieren wir einen didaktischen Rahmen und stellen ausgewählte Übungsformen und Lernaktivitäten zum Lernen von festen Wendungen vor.

Aufgaben und Übungen im Verbund zur Förderung der phraseologischen Kompetenz. In: Colloquia Germanica Stetinensia 23, 133-155.
Der wichtige Stellenwert phraseologischer Lexik auf allen Ebenen der mündlichen und schriftlichen... more Der wichtige Stellenwert phraseologischer Lexik auf allen Ebenen der mündlichen und schriftlichen Kommunikation stellt eine empirisch fundierte Gewissheit dar. Dies belegt, dass die Kenntnis von Phraseologismen eine wichtige Dimension der Sprachbeherrschung und eine unerlässliche Komponente der kommunikativen Kompetenz in der Fremdsprache darstellt. Im Beitrag wird der Begriff „phraseologische Kompetenz“ anhand der Teilkompetenzen diskutiert, die diesen Kenntnisbereich konstituieren. Aus der Begriffsbestimmung ergeben sich sprachdidaktische Anschlussfragen zu ihrer unterrichtlichen Förderung. Ausgehend von der Legitimation inhaltsorientierter Aufgaben im Fremdsprachenunterricht wird der Frage nachgegangen, wie sie sich im Verbund mit formfokussierten Übungen zur Entwicklung der phraseologischen Kompetenz einsetzen lassen. Anhand von Beispielen aus der Unterrichtspraxis werden Möglichkeiten und Einschränkungen ihres kombinierten Einsatzes aufgezeigt und reflektiert.

Phraseodidaktische Reflexionen am Beispiel von „Phraseolab“. In: Gondek, Anna / Jurasz, Alina, Przemysław, Staniewski / Szczęk, Joanna / Kamińska, Aleksandra (Hrsg.): Interkulturelles und Interdisziplinäres in der Phraseologie und Parömiologie II. Hamburg: Verlag Dr. Kovač, 113-134.
Der hohe Stellenwert der festen Mehrworteinheiten oder Phraseologismen in der mündlichen und schr... more Der hohe Stellenwert der festen Mehrworteinheiten oder Phraseologismen in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation gilt als eine unbestreitbare, korpuslinguistisch belegte sprachliche Tatsache. Bezogen auf den Fremdsprachenunterricht bedeutet dies, dass das Verstehen und normgerechte Verwenden dieser Spracheinheiten einen elementaren Bestandteil der kommunikativen Handlungskompetenz in der Fremdsprache bilden. Dementsprechend sollte die phraseologische Kompetenz im Unterricht gezielt gefördert werden. Dieser phraseodidaktischen Forderung werden institutionelle Richtlinien (Europarat 2001/2020), Curricula und Lernmaterialien nur unzulänglich gerecht (Ettinger 2019; Lüger 2019). Das führt dazu, dass die phraseologiebezogene Wortschatzarbeit in der Unterrichtspraxis unterrepräsentiert ist und über weite Strecken der Eigeninitiative von Lehrenden und Lernenden überlassen wird. Eine wichtige Aufgabe der Phraseodidaktik besteht darin, durch die angemessene Auswahl und didaktisch fundierte Aufbereitung erwerbsrelevanter Mehrworteinheiten zum Ausgleich dieses Defizits in der Sprachförderung beizutragen. Im Beitrag werden am Beispiel des internationalen Projekts „PhraseoLab“ Aspekte der nachvollziehbaren Selektion eines phraseologischen Grundwortschatzes und der systematischen Förderung der phraseologischen Kompetenz unter Einbeziehung neuerer sprachdidaktischer Zugänge diskutiert. Für ihre didaktische Umsetzung will das von der Europäischen Union kofinanzierte Projekt die Vorteile der Computertechnologie und des plurilingualen Ansatzes nutzen (Candelier u. a. 2009). Insbesondere setzt es sich zum Ziel, eine frei zugängliche digitale Lernressource für das Erlernen fester Mehrworteinheiten für DaF-Lernende mit Englisch als erste Fremdsprache (L2) bereitzustellen. Auf diese Weise will es ihr vorhandenes sprachliches Repertoire an festen Mehrworteinheiten im Englischen als Brücke für den Aufbau phraseologischer Kenntnisse in der Zielsprache Deutsch (L3) zu Nutze machen.

Phraseologische Kompetenz in der Fremdsprache. Zur theoretischen Modellierung eines zentralen phraseodidaktischen Konzepts. In: Gondek, Anna / Jurasz, Alina / Staniewski, Przemysław / Szczęk, Joanna (Hrsg.): Aktuelle Trends in der phraseologischen und parömiologischen Forschung weltweit, 377-393.
Aufgrund des fundamentalen Stellenwerts der Phraseologie in der Alltagskommunikation ist die Behe... more Aufgrund des fundamentalen Stellenwerts der Phraseologie in der Alltagskommunikation ist die Beherrschung von Phraseologismen eine wichtige Komponente der kommunikativen Kompetenz in der Fremdsprache. Eine bedeutsame Stellung weist diesem Kompetenzbereich der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen zu, ohne jedoch die phraseologische Kompetenz konsequent zu definieren und ihrer sukzessiven Entwicklung klare Konturen zu verleihen. Dies führt dazu, dass die Phraseologie in Curricula und Lernmaterialien unterrepräsentiert ist. Im Beitrag wird der Begriff phraseologische Kompetenz in seinen Teilaspekten diskutiert. Ziel ist, einen Beitrag zur Bestimmung eines zentralen phraseodidaktischen Konzepts und zur Etablierung der Phraseologie als Lerngegenstand im Fremdsprachenunterricht zu leisten.

Korpusgesteuerte und korpusbasierte Untersuchungen führen überzeugend vor Augen, dass die Sprache... more Korpusgesteuerte und korpusbasierte Untersuchungen führen überzeugend vor Augen, dass die Sprache zu einem viel stärkeren Grad aus konventionalisierten Mehrworteinheiten besteht als früher angenommen wurde. Daraus ergibt sich das Postulat, ihnen einen angemessenen Stellenwert im Fremdsprachenunterricht einzuräumen. Dieser Aufgabe versucht das von der EU kofinanzierte Projekt PhraseoLab gerecht zu werden, dessen Ziel es ist, eine digitale Lernressource zum Erlernen deutscher Phraseologie im Rahmen eines plurilingualen Ansatzes zu erarbeiten. Im Projekt werden drei Gruppen fester Mehrworteinheiten didaktisch aufbereitet: Kollokationen, Routineformeln und Idiome, der Schwerpunkt des vorliegenden Beitrags liegt auf Idiomen. Da der Status unterschiedlicher Gruppen von Mehrworteinheiten in der Phraseodidaktik umstritten ist, wird zuerst die Rolle der Idiome im DaF-Unterricht diskutiert. Anschließend werden die Ergebnisse einer Frequenzuntersuchung von Idiomen in der geschriebenen (DWDS) und gesprochenen Sprache (DWDS, DGD-Korpora) dargestellt, deren Ziel darin besteht, eine empirisch fundierte Selektion erwerbsrelevanter Idiome vorzulegen.

De Gruyter eBooks, Nov 21, 2022
Korpusbasierte Untersuchungen zeigen, dass formelhafte Sprache entgegen traditioneller Sichtweise... more Korpusbasierte Untersuchungen zeigen, dass formelhafte Sprache entgegen traditioneller Sichtweisen einen wichtigen Stellenwert im geschriebenen und gesprochenen Diskurs hat. Für den Fremdsprachenunterricht bedeutet dies, dass die gezielte Förderung der phraseologischen Kompetenz einen festen Bestandteil der Wortschatzarbeit bilden sollte. Voraussetzung dafür ist die fundierte Selektion und Aufnahme erwerbsrelevanter Phraseologismen in Lernmaterialien für DaF und ihre differenzierte Niveauzuordnung auf der Basis ihres Schwierigkeitsgrads. Ziel des Artikels ist es, einen Beitrag zur nachvollziehbaren Gestaltung der Lernprogression im Bereich der Phraseologie zu leisten. Zu diesem Zweck werden lernerspezifische und linguistische Faktoren problematisiert, die den Rahmen für eine sinnvolle Niveauzuordnung phraseologischer Lexik abstecken. Daraus werden didaktische Konsequenzen für die Gestaltung der Wortschatzarbeit im Bereich der Phraseologie gezogen.
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